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Heißer Trend im Webdesign: Neuro-Marketing erobert die Entwicklerszene

Entwickler und Webdesigner müssen ständig neue Erkenntnisse gewinnen, um nicht nur mitzuhalten, sondern dem Mainstream einen Schritt voraus zu sein. Das Neuro-Webdesign entwickelt sich gerade zu einem neuen Begeisterungsfaktor, der Webseiten einen entscheidenden Vorsprung sichert.

Was Kunden im Internet vor wenigen Jahren noch begeistert hat, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Es gab tatsächlich Zeiten, da hatten Webseiten und Onlineshops noch einen durchschlagenden Vorteil, wenn sie eine gute Suchfunktion anbieten konnten oder Kunden die Möglichkeit gegeben haben, sich für einen kostenlosen Newsletter einzutragen. Heute zählen solche Features zu den Grundleistungen und fallen niemandem mehr positiv auf. Webdesigner müssen also neue Anreize schaffen, um Seiten attraktiv zu machen.

Was ist Neuro-Webdesign?

Neuro-Webdesign ist eine spartenübergreifende Disziplin, die sich aus verschiedenen Wissenschaften zusammensetzt. Motivationsforschung, Forschung über Entscheidungsfindungen und neurologische Erkenntnisse aus der Gehirnforschung fließen hier zu einer einzigen Frage zusammen: »Was bringt Menschen zum Klicken?«

Dahinter steht natürlich die Frage, wie wir als Webdesigner und Entwickler Seiten gestalten müssen, um sie zu einem echten Besuchermagneten zu machen und Kunden auch zum Kauf zu animieren. Was dem Kunden beim Surfen kaum bewusst wird, ist für die Macher der Seiten eine echte Herausforderung – denn um Nutzer gezielt anzusprechen, muss man wissen, welche Vorgänge in ihren Gehirnen stattfinden.

Neuro-Webdesign und das menschliche Gehirn

Das menschliche Gehirn lässt sich grob in drei Areale aufteilen, die für ein effektives Neuromarketing erfolgversprechend sind. Das Stammhirn ist für die Lebenserhaltung zuständig und lässt sich daher über die Präsentation sinnlicher Reize am besten ansprechen. Appetitanregende Fotos von Lebensmitteln begeistern das Stammhirn. Jeder Foodblogger weiß aus Erfahrung, dass gutes Bildmaterial Besucher bringt. Das Neuro-Webdesign arbeitet aber noch mit viel subtileren Mitteln, die auch andere Regionen des Denkapparats ansprechen.

Das Kleinhirn verarbeitet unsere Emotionen, das Großhirn ist für rationales Denken zuständig. Und obwohl wir uns alle gern in dem Gefühl sonnen, dass wir unsere Entscheidungen auf rationaler Basis treffen, ist das Gegenteil oft der Fall. So sind wir zum Beispiel soziale Wesen und fühlen uns in Gruppen gut aufgehoben. Beim Online-Marketing macht sich dieses Phänomen unter anderem dadurch bemerkbar, dass Artikel mit vielen positiven Bewertungen mehr verkauft werden als Artikel, die nur sehr wenige oder schlechte Bewertungen haben. Auch Verknappung hat einen ähnlichen Effekt. Was so viele Leute haben wollen, muss ja gut sein.

Kunden mit Neuro-Webdesign emotional ansprechen

Bei aller Begeisterung für Technik – so sollte der Nutzer im Vordergrund des Neuromarketings stehen. Untersuchungen haben zum Beispiel ergeben, dass eine zu große Produktauswahl Kunden verunsichert und eher zum Abbruch als zum Kauf animiert – eine wertvolle Erkenntnis für Online-Shops. Weniger Produkte mit mehr individuellen und persönlich geschriebenen Bewertungen werden sich also zu einem wissenschaftlich basierten Trend entwickeln, den wir über Webseiten ganz klar kommunizieren können.

Auch ein Call-to-Action mit persönlicher Ansprache wird sich gegen ein unpersönliches »Hier klicken!« durchsetzen. Ebenso werden Farbpsychologie und Usergewohnheiten immer mehr Einfluss auf modernes Webdesign nehmen. Wer heute bereits ein überzeugendes Webdesign aufgrund neurowissenschaftlicher Erkenntnisse erstellt, wird Morgen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben. Denn wer sich auf einer Webseite wohlfühlt und Vertrauen zum Verkäufer entwickelt, der kauft auch ein.

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