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Digitalisiert Corona unser Leben?

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Corona – zum jetzigen Zeitpunkt ist es schier unmöglich, um diesen Begriff herumzukommen. Schulen und Kitas sind geschlossen, Restaurants bleiben zu und viele Arbeitnehmer können nicht in ihre Büros. Doch was hat das für Folgen?

Zur Zeit lässt sich beobachten, dass viele Eltern, die ihre Kinder betreuen müssen, von zuhause aus arbeiten können. Zahlreiche Betriebe haben ohnehin komplett auf Homeoffice umgestellt. Für Unternehmen, die bereits vor der Krise digital gut aufgestellt waren, stellt die Umstrukturierung in der Corona-Krise kaum ein Problem dar. Unternehmen, die es bisher allerdings verpasst haben, sich zu digitalisieren, müssen jetzt mit den Folgen kämpfen. Auf der anderen Seite gibt es noch jene, die von Natur aus nicht auf die Arbeit von zuhause aus ausweichen können und jetzt am schlechtesten dastehen. Allgemein gilt derzeit: Wer schon immer auf digital gesetzt hat, steht klar im Vorteil.

Derweil findet bei einigen eine Art Testphase für das Homeoffice statt. Was bei vielen Unternehmen bisher eher unüblich war, ist jetzt die einzige Möglichkeit weiterzuarbeiten. Deswegen ist es für einige auch der Anfang einer neuen Ära: Werden die Herausforderungen, die die Umstellung auf die Arbeit von zuhause aus mit sich bringt, gemeistert, könnte dies eine neue Chance für das Voranbringen der digitalen Arbeitswelt bedeuten. Läuft das gezwungene Homeoffice also gut, wird es möglicherweise in Zukunft auch ohne Corona zur Normalität.

Ähnliches gilt für Geschäftsreisen: Viele Unternehmen merken, dass digitale Konferenzen gut laufen. Somit kann man sich über die ganze Welt problemlos per Bildschirm vernetzen. Wozu dann noch teure Geschäftsreisen? Zumindest Inlandsgeschäftsreisen für Meetings werden in Zukunft wahrscheinlich seltener, da man merkt, dass es auch ohne geht.

Auch in Schulen und Unis ändert sich einiges. Es wird begonnen, auf Online-Unterricht umzusteigen, um das Schuljahr bzw. das Semester fortführen zu können. Doch sollte die digitale Schule nicht längst schon zu unserem Alltag gehören? Vielleicht wird es dem Staat eine Lehre sein, in Schulen nicht schon vorher die Technik vorangetrieben zu haben, denn von 0 auf 100 ist alles schwieriger. Wünschenswert wäre es, dass die Corona-Krise die Menschen belehrt und Schulen digitaler werden.

Weiterhin ist eindeutig ersichtlich: Die großen Gewinner zurzeit sind Videokonferenz-Apps und Streaming-Dienste, die aufgrund der Netzüberlastung sogar die Bildqualität verringern mussten. Aber warum ist sowas überhaupt nötig? Da hat uns die Krise wohl noch eine Schwachstelle gezeigt: Wir sollten schnellstmöglich unser Netz ausbauen.

Denn es sind nicht nur Unternehmen, die sich vernetzen wollen, sondern auch private Personen. Über die digitale Welt wird das angekündigte “social distancing” nur noch zum “physical distancing”. Das Digitale hält uns in dieser Zeit zusammen. Natürlich wird über das Internet nicht nur Positives verbreitet, doch momentan fallen vor allem die Chancen für Familie und Freunde auf, weiterhin Kontakt miteinander zu halten und sich auch in der Quarantäne sehen und hören zu können. Wir sollten die Möglichkeiten nutzen, die uns in diesen Zeiten geboten werden, denn die Krise ist ein Experiment und wird die Digitalisierung definitiv beschleunigen.