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Digitale Trends 2019: sprechende Maschinen, digitale Zwillinge und intelligente Räume

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Das Jahr 2019 bringt die digitale Transformation weiter voran und hält einige Neuerungen bereit. Was erwartet Euch im kommenden Jahr? Wir stellen die acht wichtigsten Trends vor.

1. Spracheingabe: „Google, was sind die Trends für 2019?“

Google, welche Zutaten brauche ich für Sushi? Welches Tablet soll ich kaufen? Rund ein Drittel der 3,5 Milliarden täglichen Suchanfragen bei Google wird in gesprochener Form gestellt. Spracheingaben werden nicht nur anders formuliert, auch die Suchergebnisse unterscheiden sich von denen der Desktop- oder Mobilsuche: Anstelle einer Liste von Tausenden Suchergebnissen liefern die virtuellen Assistenten nur noch einige wenige Treffer. SEO-Maßnahmen sollten in Zukunft auch auf die Sprachsuche ausgerichtet werden.

2. Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality: mit der künstlichen Welt verschmolzen

Immersive Erfahrung bedeutet, vollständig in eine künstliche Welt einzutauchen, mit ihr zu interagieren und zu verschmelzen – nahezu unbewusst. Für das Marketing bieten Virtual Reality, Augmented Reality und Mixed Reality die Chance, den Kunden an sensiblen Punkten der Customer Journey abzuholen: 3-D-Modefotografien und 360°-Rundumsichten am Feriendomizil lassen den Nutzer Produkte und Räume erleben und darin eintauchen. Der Besuch einer Website wird zur Reise in eine andere Welt.

3. Autonom agierende Geräte: künstliche Intelligenz auf der Überholspur

Eigenständig handelnde Geräte, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz, werden zunehmend mit unseren natürlichen Lebensräumen interagieren: Drohnen werden Pakete liefern, selbstfahrende Autos uns sicher von einem Ort zum anderen bringen. Was Roboter und intelligenten Fahrzeugen jedoch fehlt, sind menschliche Intuition und ethische Maßstäbe. Hier sind Menschen als Sicherheits- und Kontrollinstanz weiterhin unverzichtbar.

4. 5G everywhere: ultra-schnell und hoch-zuverlässig

Anfang 2019 geht in Deutschland die 5. Mobilfunkgeneration an den Start. Sie richtet sich in erster Linie nach den Anforderungen der Anwender: Gewerbegebiete werden für den Fluss großer Datenmengen mit breitbandigem Netz ausgestattet. An Verkehrswegen liegt der Fokus auf Schnelligkeit und Zuverlässigkeit. Immer mehr Geräte sind mit ihren Nutzern vernetzt – das großflächige 5G-Netz verbindet eine große Zahl von Geräten bei kleinen Datenströmen.

5. Chatbots: „Was kann ich für Sie tun?“

Sie sind vielleicht der wichtigste Trend für 2019: Chatbots, eine Spezialform künstlicher Intelligenz. Sie können politische Stimmungen beeinflussen und den Kundenservice im Online-Geschäft meistern. Chatbots bieten Kunden eine persönliche Ansprache, auch um 3 Uhr in der Nacht. Sie können vor allem dann Arbeit abnehmen, wenn es um einfache, datenbezogene Antworten geht. In Sachen echte Empathie und Emotionen sind sie dem Menschen nach wie vor unterlegen. Wer weiß, wie lange noch.

6. Smart Spaces: intelligente Technologien für Menschen und Räume

Ein Smart Space ist ein physischer oder digitaler Raum, in dem Menschen und Technologien zusammentreffen und interagieren – immersiv, interaktiv und automatisiert. Ein Arbeitsplatz beispielsweise richtet sich an den Bedürfnissen seines Nutzers aus und lernt durch Feedback dazu. Wie oft soll gelüftet werden? Welche Raumtemperatur bevorzugt der Nutzer? Smart Spaces werden verändern, wie Menschen in Räumen leben und arbeiten: Wer weniger Ressourcen für Alltägliches benötigt, hat mehr Raum und Zeit für Kreativität und Produktivität.

7. Digital Twins: digitale Abbilder physischer Objekte

Digital Twins bauen auf das Internet of Things auf. Sie sind digitale Abbilder physischer Objekte, Systeme und Prozesse. Was genau passiert? Sensoren ermitteln den aktuellen Status eines Objektes und übermitteln die Daten an den digitalen Zwilling. Der reale Zwilling kann überwacht und bei Bedarf gesteuert werden. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Automobile, Gesundheit, Produktion, Logistik. Im Prototyping werden mit dem digitalen Abbild Simulationen durchgeführt; so kann der digitale Prototyp kostengünstig und mit wenig Aufwand optimiert werden, bevor er als physisches Objekt in Serie geht.

8. Digitale Ethik: vom Schutz der Privatsphäre

Das Mehr an Freiheit im Netz bedeutet zugleich ein Mehr an Verantwortung gegenüber der Privatsphäre der Nutzer. Mit jeder Suchanfrage, jedem Klick und jedem Like füttern wir Algorithmen mit Details zu unserer Persönlichkeit. Soziale Netzwerke bestimmen unseren Charakter treffender als uns nahestehende Menschen. Klar ist: Der verantwortungsvolle Umgang mit Nutzerdaten muss gesetzlich geregelt werden.

2019: schneller, interaktiver und immersiver

In 2019 werden sich physische und virtuelle Welten zunehmend vernetzen, miteinander interagieren und in manchen Bereichen nahezu verschmelzen. Prozesse und Strategien in Unternehmen müssen sich am digitalen Wandel ausrichten.