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Design Thinking als Kreativwerkzeug in der Digitalisierung

Design Thinking als Paradigma ergreift den gesamten Produktionsprozess – von der Idee zum Produkt, über alle Projekt- und Unternehmensteile hinweg. Diese Ganzheitlichkeit beschleunigt den Markteintritt erheblich, was erfolgskritisch in der Digitalisierung bleibt.

Design Thinking: ein Begriff – viele Sichten

Design Thinking (DT) lässt sich als Werkzeug zur Digitalisierung sehen: Es beschleunigt die Produktion aus der Forschung hinaus in das Marketing. Zugleich erscheint DT oberflächlich als Methode, im Detail hingegen eher als Menge von Methoden.

Aus dieser Methodenmenge bereichern einzelne Vertreter alle Entstehungsprozesse an jeweils eigenen Stellen des Gesamtablaufs eines Projekts. Deswegen erschöpft sich Design Thinking nicht im Sehen nutzbarer Endprodukte aus Nutzersicht: Vielmehr geht es um das Erkennen nutzungskritischer Aspekte in jedem Teilprozess – und diese Aspekte sind Nutzern und selbst Produzenten a priori oft nicht als kritisch bewusst oder nicht einmal bekannt.

Die übliche Map einer Customer Journey etwa reicht also nicht zur Umsetzung von DT. Vielmehr sehen interdisziplinäre bzw. multitalentierte Prozessbeteiligte die jeweils angemessene Methode für den gerade betrachteten einzelnen Prozessschritt.

Design Thinking beschreibt also das durchgängige und nutzerorientierte Denken in allen Teilprozessen eines Projekts. Dieses Verständnis wirkt kritisch in der Digitalisierung – einem Prozess, der sich selbst laufend verfeinert durch stets neue Prozesse aus neuen Technologien.

Design Thinking und Digitalisierungsprozess

Im Weltbild eines Design Thinkers wirkt sein Know-how zu vielen Teilprozessen zusammen. In der Synthese entsteht daraus eine nutzerorientierte Perspektive, die sich stringent auf technische Sichten wie Schichten des zu entwickelnden Produkts abbildet.

So entstehen gangbare Wege zu robusten Lösungen in der echten Welt – ob digital oder analog. Konkret heißt dies: gerade rasch genug zum gerade wettbewerbsfähigen Produkt – und sofort zurück zum Design der nächsten Produktiteration!

Dieser rasante Innovationszyklus ist absolutes Muss zum Digitalisieren: Dauert das Konstrukt „Idee-bis-Markt“ zu lange, ist das Produkt womöglich technologisch und produktionstechnisch bereits abgehängt vom Mainstream – ganz zu schweigen von verlorenen Marktanteilen.

Design Thinking: entscheidend für Marketing

Ob Head of Marketing oder Grafiker kurz vor dem Roll-out: Als systemische Synopsis des Produkts fließt Design Thinking mit seinen optimierten Prozessen recht sicher durch die Schikanen zwischen Idee und Verkauf.

Diese zügige Sicherheit erwächst aus dem Blick auf den jeweils aktuellen Projektstand – aus der Perspektive eines Produkts, das noch fehlt. So lassen sich nebenläufige Lösungsprozesse identifizieren und sinnvoll priorisieren. Dies leisten interdisziplinäre Teams am besten, die diverse Zielmärkte und -gruppen technisch wie empathisch auf den Workflow abbilden. Jene Ansätze funktionieren für Marketing ebenso gut wie etwa für technische Umsetzung oder ganz frühe Ideenfindung.

Ausblick: Design Thinking für eine digitale Zukunft analoger Nutzer

Nutzer bleiben noch lange analoge Wesen, auch wenn Brain-Computer-Interfaces und andere Cyborg-Trends für Massenmärkte sich abzuzeichnen beginnen. Deswegen geht Design Thinking langfristig weiterhin vom menschlichen Anwender aus – und noch nicht von seinen digitalen Subsystemen, die Teile des wachsenden Internet of Things bilden werden.

Design Thinking für die Digitalisierung bedeutet also weiterhin: Eine Ganzheitliche Sicht auf Endprodukte, deren Funktionalität vollständig und ausschließlich dem heutigen, analogen Menschen dient.

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