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User Personas: Benutzerorientiertes Design

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Um Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die bestmöglich den Zielen und Bedürfnissen der Nutzer entsprechen, nutzen moderne Entwickler verschiedene Hilfsmittel. Eins davon möchten wir hier vorstellen: Die Idealtypischen Nutzer-Persönlichkeiten oder auch User Personas.

Was sind User Personas?

User Personas sind fiktive und zugleich lebensechte Charaktere, die als Stellvertreter für die jeweilige Zielgruppe fungieren und wie ein echter Mensch dargestellt werden. Im Normalfall werden sie geschaffen, wenn das Produkt noch nicht designt ist. Firmen, die eine App entwickeln, mit der Outdoor-Fans ihre Gesundheitswerte checken können, kreieren eine Nutzer-Persönlichkeit, die die für die App relevanten Merkmale der Fitness-Begeisterten aufweist. Damit sie später erfolgreiches Zielgruppen-Marketing betreiben können, müssen die IT-Unternehmen diese Merkmale kennen und genau definieren. Ist die User Persona erstellt, bekommt jedes Team-Mitglied ihren Steckbrief als Diskussions- und Arbeitsgrundlage. Im Laufe der späteren Produkt-Nutzung wird die fiktive Person durch das Kunden-Feedback noch verfeinert.

Wie erstellt man User Personas?

Bevor man ein Produkt entwickelt, überlegt man sich, welche Anwender es in Zukunft kaufen und welchen Mehrwert es für sie hat. Muss man mehrere Zielgruppen bedienen, etwa weil man mehrere Marken oder Produkte anbietet, sind mehrere Personas erforderlich, die genau voneinander abgegrenzt werden. Man beantwortet Fragen wie:

  • Welche Merkmale hat der Käufer?
  • Welche Probleme hat er?
  • Wie und womit löst er diese aktuell?
  • Welche Bedürfnisse haben für ihn Priorität?
  • Welche Ziele verfolgt er?
  • Welche demografischen Merkmale hat er (finanzielle Situation, Arbeitsverhältnisse, Wohnort)?
  • Warum sollte er das Produkt erwerben?
  • Welche Eigenschaften sollte es haben, um ihn bestmöglich zufriedenzustellen?
  • Wo verwendet er das Produkt?
  • Wann nutzt er es?

Sind alle Attribute der User Persona detailliert beschrieben, fasst man sie so zusammen, dass eine greifbare, realistische Persönlichkeit entsteht, die man dann mit Vornamen, Haupteigenschaft und Beruf benennt. Anschließend erstellt man einen Steckbrief mit ihren wesentlichen Merkmalen, der dann den Team-Mitgliedern als Leitlinie zur Verfügung steht. Um die Fragen realitätsnah beantworten zu können, benötigt man möglichst viele für das Produkt-Design relevante, repräsentative Daten. Quellen sind Feedbacks der eigenen Kunden, Tests, Meinungsumfragen, persönliche Interviews, die eigene Kunden-Datenbank, aktuelle Marktdaten und Analyse-Tools wie Google Analytics. Die Sortierung der gesammelten Informationen erfolgt nach Name, Geschlecht, Lebensalter, Personenstand, Ausbildung, Beruf, Einkommen, Hobbies, Interessen, persönliche Motive und Bedürfnisse. Videos und Fotos machen die Persona noch besser vorstellbar.

Welche Vorteile bieten User Personas?

Da Zielgruppen nicht homogen sind, benötigt das Unternehmen ein Denkmodell, das deren wichtigste Merkmale in sich vereinigt und so leicht vorstellbar ist, dass es als Arbeitsgrundlage verwendet werden kann. Indem sich die Produkt-Entwickler in sie hineinversetzen können, fällt es ihnen leichter sich vorzustellen, wie das herzustellende Produkt später sein sollte, um die Nutzer-Anforderungen bestmöglich zu erfüllen. Damit trägt die Persona zu einem besseren Verständnis der Zielgruppen bei. Außerdem vermeidet man so, Produkte für die Allgemeinheit zu produzieren. Die fiktive Nutzer-Person fokussiert die Team-Aktivitäten auf ein gemeinsames, genau definiertes Ziel und verhindert damit zugleich selbstbezogenes Denken einzelner Mitarbeiter. User Personas vereinfachen darüber hinaus die Auswahl von Studien-Teilnehmern, die die Nutzbarkeit des Produkts testen sollen.

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