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News des Monats

Täglich neue News, Innovationen und Produktneuerscheinungen – deswegen ist es manchmal gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten und wichtige Informationen zu filtern. Unser Format „News des Monats“ soll Euch dabei helfen, einen kurzen, ausgewählten Überblick über interessante Themen der Digitalbranche zu erhalten. In diesem Monat geht es zum Beispiel um den smarten Home Assistenten Google Home oder um wichtige Neuerungen von Snapchat. Mehr dazu erfahrt Ihr in unserem Blogbeitrag.

Unsere Buchempfehlung im Juli

Was ist als Blogger alles erlaubt, was ist nicht erlaubt? Welche juristischen Urteile müssen beachtet werden, wenn man online präsent ist?
Tipps gibt es im Buch von Michael Rohrlich – Ihr Recht als Blogger.

 

Die Wiederkehr der Google Glass – Jetzt will Google die Industrie erobern

Im Konsumentenbereich konnte sich Google Glass nicht durchsetzen – jetzt soll die erneute Einführung im Industriebereich stattfinden, wo die Brille als Hilfswerkzeug eingesetzt werden soll.

Nach etwa einem Jahr des Handelsstarts der Google Glass als Augmented-Reality Brille in 2014, wurde der Verkauf wiedereingestellt. Das Projekt der Neueinführung gehört allerdings nicht mehr zu Google, sondern zu einer anderen Alphabet-Tochter namens X. Die neu vorgestellte Variante heißt Glass-Enterprise-Edition und wurde speziell für den Unternehmenseinsatz konzipiert.
Der Verkauf der Brille findet über Software-Dienstleister statt, die die Brille mit der dazu passenden Software –  für die jeweilige Branche – verkaufen.

Einsatzgebiete für die Datenbrille

Ein Einsatzgebiet der Glass-Enterprise-Edition ist beispielsweise die DHL-Logistik. Software-Lösungen gibt es unter anderem für den medizinischen Bereich, den Marketingbereich oder die Industrie. Kunden der Google-Tochter sind Firmen wie Opel, VW, DHL oder General Electric. Ziel der Brille soll die Erhöhung der Produktivität bei der Fertigung von komplexen Gegenständen in niedrigen Stückzahlen sein.

 

Zahl des Monats

60 Prozent

Das ist die Anzahl an Personen, die beim Besuch eines Geschäfts mit dem Smartphone weitere Produktinformationen aufrufen.

 

Snap Publisher: Ausbau der Self-Service Plattform für Unternehmen

Im Fokus des Ausbaus der Plattform für Werbekunden stehen die Snap Ads – vertikale Videos mit Sound. Ab sofort können Marken jeder Größe weltweit über das Ad-Creation-Tool „Snap Publisher“ diese Videos bearbeiten und optimieren, ohne dass eine kostspielige Videobearbeitungssoftware wie Final Cut, Adobe After Effects oder tiefgreifende Filmschnittkenntnisse benötigt werden.

Möglichkeiten des Snap Publishers

  • Konvertieren eines horizontalen Videos in eine Snap-Anzeige
  • Ergänzung von Videos mit Design-Elementen wie Text, Bild und Animation
  • Erstellung mehrerer Varianten einer Snap-Anzeige
  • Umwandlung einer Website in eine Snap-Anzeige
  • Bereitstellung umfangreicher Vorlagen

Werbetreibende können Snap-Anzeigen in einem Workflow erstellen, starten und optimieren – das wiederum wird Werbeagenturen nicht freuen, denn diese Ausgaben können im Prinzip eingespart werden.
Alle Snap-Anzeigen werden von Snapchat überprüft, um den vorgegebenen Qualitätsstandards zu genügen. Eine Nichterfüllung führt zu höheren Anzeigekosten in der Auktion.

Targeting der Ads

Zielgruppengenaues Targeting wird durch die Bereitstellung von Lifestyle-Kategorien und demografischer Daten ermöglicht. Wer es noch genauer haben möchte, kann sogar Messfunktionen von Drittanbietern wie bspw. MOAT, Innovid oder Nielsen miteinbeziehen.

 

Zalando wirbt mit neuem Kundenbindungsprogramm

Kundenbindungsprogramm á la Amazon – das kann Zalando jetzt auch.

Zet – so heißt das neue Konzept des Kundenbindungsprogramms, das zur Zeit noch nicht online ist. Kunden können – ähnlich wie bei Amazon – für einen jährlichen Beitrag von zunächst 19 Euro einige Privilegien und Vorteile erwarten, wie zum Beispiel einen früheren Zugang zu Verkaufsaktionen, kürzere Lieferzeiten oder eine persönliche Styling-Beratung. Teststädte sollen Berlin, Leipzig, Hannover und Frankfurt sein – weitere Regionen folgen.

Kundenbindung als das A und O

Auch in der heutigen Zeit zahlt sich Kundenbindung weiterhin aus – das beweist auch Amazon mit Prime. Das Programm von Amazon ist sogar so erfolgreich, dass eine Preiserhöhung möglich war. Ein anderes Beispiel ist der Media-Markt-Club. Zahlen belegen, dass Club-Kunden wesentlich mehr Umsatz machen als der durchschnittliche Kunde. Der Erfolg kommt vor allem daher, dass sich anhand der Kundendaten zielgenaue Produktwerbung platzieren lässt – deswegen kaufen Clubmitglieder nicht nur häufiger und mehr, sondern eignen sich als perfekte Muster-Zielgruppe.

Auch Zet – das Zalando Kundenbindungsprogramm – wird ein Erfolg werden, soviel lässt sich bereits jetzt feststellen. Benefit ist vor allem, dass bei den Kunden ein Premium-Gedanken entsteht und sich darüber hinaus neue Dienstleistungen und Angebote erst einmal anhand einer kleineren Zielgruppe testen lassen. Hier besteht also u.a. erhebliches Potenzial für das Business Development.

 

Google Home – die Antwort auf Amazon-Echo

Mit Google Home antwortet das Unternehmen auf Amazons Echo, das im Oktober 2016 vorgestellt wurde. Im August soll es endlich so weit sein: Google Home kommt mit neuen, nützlichen Funktionen nach Deutschland und ist dabei mit 149 Euro auch noch günstiger als Amazon Echo.

Was kann der smarte Assistent für Zuhause?

Google Home lässt sich komplett per Sprache steuern. Dank künstlicher Intelligenz, beziehungsweise Machine Learning, kann der Assistent auf kontextbasierte Anfragen – Hotword ist wie üblich „Ok Google“ – reagieren und antworten. Lernfähig ist Google Home auch, denn die gegebenen Anfragen und Befehle werden „gespeichert“ und für zukünftige Fragen verwendet. Dies verspricht eine Verbesserung bei fortlaufender Benutzung.

Google Home erstellt Aufgaben und Termine oder erinnert an bestehende. Google gibt an, dass der smarte Assistent sogar Kinotickets buchen, einen kompletten Einkauf oder Restaurant-Reservierungen durchführen kann. Enttäuschung allerdings für den deutschen Markt – diese Features werden hierzulande nicht unterstützt. Dafür kann Google Home Wissensfragen beantworten, aktuelle News und das aktuelle Wetter ansagen – möglich ist dies aufgrund Googles Wissensdatenbank, dem Knowledge-Graph.

Möglichkeiten über Möglichkeiten

Auch Musik kann Google Home per Sprachsteuerung abspielen und merkt anhand der Stimme, wer spricht – d.h. es werden unterschiedliche Personen erkannt und auf ihre Suchanfragen entsprechend reagiert. Neu ist außerdem die Möglichkeit, Audio-Inhalte vom Smartphone über eine Bluetooth-Verbindung auf Home wiedergeben zu können.

Eine weitere neue Funktion ist der „Proactive Assistant“. Bei diesem handelt es sich um ein ähnliches Benachrichtigungssystem, das auch Amazon bei seinen Echo-Boxen einsetzt: Über ein Lichtsignal am Echo werden Nutzer darüber informiert, dass neue, relevante Informationen vorliegen – die mit einem Sprachbefehl abgerufen werden können.

Die Telefonie-Funktion, die per Sprachbefehl aktiviert werden kann, ist zur Zeit nur in den USA und Kanada verfügbar. Es genügt, „Ruf Mama an“, zu sagen – Google Home weiß dann durch die Multi-User-Funktion, wer den Befehl gibt und ruft im Idealfall die richtige Person an. Der Lautsprecher von Google Home funktioniert als Freisprecheinrichtung.

Google Home kann darüber hinaus die Heimvernetzung steuern. Unternehmen, die die Google Home Applikation unterstützen sind unter anderem Samsungs Heimvernetzung Smartthings, mit der man die Beleuchtung oder die Heizungsanlage per Stimme bedienen kann, sowie Philips Heimvernetzung Hue. Insgesamt hat Google über 70 Partner für Home.

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