Trends

News des Monats

News verpasst? Überblick verloren? Das ist bei der heutigen Informationsüberflutung keine Seltenheit. Wir zeigen euch die wichtigsten Nachrichten aus der Digitalbranche für den Monat Mai in einer Zusammenfassung.

Ambiance und Cone – frischer Wind für das Web- und Grafikdesign

Cone: Farbwertermittlung per Kamerasicht

Zunächst ein Nachteil von Cone – die App ist nur für iPhone Nutzer interessant – bietet diesen allerdings außerordentliche Vorteile. Die App wurde entwickelt, um Pantone-, RGB- und Hex-Farbwerte mit Hilfe der eingebauten Kamera zu ermitteln. Praktisch ohne Lernkurve kann der Benutzer in die App einsteigen, die beim Öffnen sofort die Kamerafunktion des iPhones öffnet. Tippt man auf die gewünschte, zu ermittelnde Farbe erhält man verzögerungsfrei den zugehörigen Wert. Tippt man nun auf diesen runden Anzeigebereich, der mit der ermittelten Farbe gefüllt ist, wird diese als Teil einer Palette abgespeichert.

Innerhalb der Palettenübersicht – die alle ermittelten Farbwerte beinhaltet – wechselt man schnell in die Detailinformationen zu jeder abgespeicherten Farbe. Die Detailinformationen zeigen die Hex- und RGB-Werte an und listen die nächst passenden Pantonefarben auf. Durch Antippen des Werts, wird dieser im Clipboard gespeichert. Auch das Entfernen einer abgespeicherten Farbe ist möglich – innerhalb des Piktogramms der App wird eine Farbe durch erneutes Tippen wieder gelöscht.

Das Schneeflocken-Symbol in der App ermöglicht es dem Nutzer auch Farben von sich bewegenden Objekten zu ermitteln, in dem der Bildschirm eingefroren wird und somit ein Standbild entsteht, aus dem man im Anschluss ganz bequem jede beliebige Farbe ermitteln kann. Preislich liegt die App bei 2,29 Euro.

Ambiance: Inspiration für Farbsuchende

Ein deutlicher Vorteil der Web-App Ambiance ist die kostenlose Verwendung – Ambiance setzt vordergründig auf den Inspirationsaspekt. Unter Verwendung der Colourlovers-API bereitet Ambiance die dortigen Farbpaletten auf und stellt sie in bildschirmfüllender und ästhetischer Form dar. Die Farbwerte werden in Ambiance als Hex, HSL und RGB angezeigt. Die Erstellung von sogenannten eigenen Farbboxen und Paletten ist genauso unkompliziert wie bei der App Cone. Eine coole, bunte Sache und eine Installation wert, wie wir finden.

 

Neue Mini-Drohne DJI Spark – Steuerung per Handgeste

Die Minidrohne Spark des chinesischen Drohnenbauers DJI lässt sich nicht nur per App oder Fernbedienung steuern, sondern reagiert auch auf Handbewegungen. Aufgrund der leichten 300 Gramm und einer Steuerung per Handgeste und Gesichsterkennung, lässt sich die Drohne direkt aus der Hand des Nutzers starten.
Die einfache Benutzung des Spark wird durch die Aktivierung unterschiedlicher Flugmodi – u.a. des Quickshot-Modus, der per Knopfdruck verschiedene Aufnahmeszenarien aktiviert – noch unterstützt. On top bietet die Drohne über die dazugehörige App eine vollautomatische Zielverfolgung, sowie integrierte Filtereffekte für Fotos an.

Zwei Kilometer Reichweite, 16 Minuten Flugzeit, Stabilisierung der Kameraaufnahmen durch Zwei-Achsen-Gimbal, eine Auflösung von 12 Megapixeln bei Bildern und 30 Bildern pro Sekunde mit einer 1.080p-Auflösung – das alles bekommt man bei DJI für 599 Euro.

 

Arbeitswelt und Digitalisierung

Industrie 4.0 und Digitalisierung – diese Megatrends werden den rasanten Wandel in der Gesellschaft in Zukunft auch in der Arbeitswelt beschleunigen – die Auswirkungen auf den eigenen Erfolg werden sich auch auf Studierende und Absolventen übertragen.

Ständige Erreichbarkeit durch Begleiter wie Handy und Laptop, sowie die Veränderung der privaten, als auch der unternehmensinternen Kommunikation, vernetzt einzelne Menschen, Abteilungen und sogar komplette Branchen auf eine nie dagewesene Art und Weise. Durch den Wandel hin zur Industrie 4.0 kommunizieren intelligente Dinge und Maschinen miteinander und ermöglichen es, enorm effizient zu produzieren.

Maschine vs. Mensch

Durch vernetzte Produktionsprozesse, die Zeit, Ressourcen und Geld sparen, werden in Zukunft bestehende Jobs und einige Tätigkeiten obsolet, wodurch sich das Angebot an Arbeitsplätzen für zukünftige Absolventen eindeutig verändern wird. Krankheit, Pausen oder Urlaub werden durch Maschinen überflüssig, weshalb aktuell die Angst entsteht, in Zukunft durch hochintelligente Roboter ersetzt zu werden. Heißt es nun also: Jobkiller Roboter? Keine Angst, auch in Zukunft wird selbst die intelligenteste Maschine durch Menschen entworfen, programmiert und gewartet werden. Insbesondere Fachkräfte mit IT-Bezug und kreative Berufe werden sich nicht so leicht durch künstliche Intelligenz ersetzen lassen. Am optimistischsten blicken die angehenden Techniker, Informatiker und Ingenieure in die Zukunft. 90 Prozent der Studierenden dieser Fachrichtungen glauben, gute Erfolgschancen zu haben.

Arbeitsmodelle der Zukunft

Flexibilität, Selbständigkeit, die freie Wahl des räumlichen Arbeitsplatzes und gemeinschaftliche, mietbare Büroplätze – sogenannte Coworking-Spaces – werden das starre Nine-to-Five-Modell ablösen. Geistiges, nicht räumliches Zusammenarbeiten steht im Fokus der künftigen Arbeitswelt. Dadurch werden auch die Hierarchien in Unternehmen immer stärker abflachen und ein motivierendes Arbeitsumfeld immer wahrscheinlicher, in dem Mitarbeiter durch die aktive Teilnahme an Unternehmensentscheidungen ihr Wissen ungehindert und wachstumsfördernd mit einbringen können.

Wie sieht der Erfolgsmensch 4.0 aus?

Must-have Skills für den beruflichen Erfolg sind u.a. ein umfassendes technisches Verständnis, eine gewisse Eigenverantwortung, Selbstmanagement, sowie die persönliche und berufliche Flexibilität und Leistungsbereitschaft. Diese definiert sich vor allem durch den Begriff „lebenslanges Lernen“, was bedeutet, dass sich in Zukunft keiner mehr auf seinem bisher angeeigneten Wissen ausruhen kann, sondern wissbegierig bleiben muss. Das wichtigste wird wohl in Zukunft die Sozialkompetenz bleiben – auf Mitmenschen emotional eingehen, sich in andere hineinversetzen und Konflikte lösen – das wird uns so schnell kein Roboter abnehmen.

 

Duell der Stories

Der Urheber des Story-Konzepts Snapchat wird seit dem Launch der Instagram-Stories im Sommer 2016 in einen ungewünschten Wettstreit gedrängt. Auch wenn Instagram weiterhin Formate seines Konkurrenten übernimmt, ist die Art und Weise mittlerweile deutlich intelligenter geworden – als Beispiel sind die Location und Hashtag-Stories des Snapchat Konkurrenten zu nennen, die die Stories-Funktion mit eigenen Besonderheiten verknüpft und somit das Format weiterdenkt. Anstelle Alleinstellungsmerkmale von Snapchat zu kopieren, hat Instagram mit den Hashtag-Stories erstmals ein Format präsentiert, das auf den Spezifika der eigenen Plattform basiert. Während Nutzer im Explore-Bereich nach neuen Aufnahmen stöbern oder über die Such-Funktion nach bestimmten Hashtags suchen ist es nun auch möglich Stories, die den entsprechenden Hashtag im Bild enthalten zu finden und anzuschauen (siehe Screenshot zur LABOR-Story mit dem Hashtag #einhundimbüro).

          

Vom Prinzip gleich werden auch die Location-Stories verwendet. Wie auch die Hashtag-Stories bündeln diese nutzergenerierte Inhalte nach Orten. Das Konzept der Location-Stories erinnert zwar an „Unsere Stories“ von Snapchat (Bündelung von Beiträgen zu bestimmten Ereignissen oder Regionen) ist jedoch optisch deutlich besser und verständlicher integriert worden. Eindeutiger Punktsieg für Instagram.

Snapchat’s Conter im Duell: Custom Stories

Durch das neue Feauture „Custom Stories“ wird die Privatsphäre des Nutzers deutlich erhöht. Es besteht nun die Möglichkeit, eine Story zu erstellen, die entweder nur manuell ausgewählten Freunden zugänglich wird oder nur in einem bestimmten Radius sichtbar ist. Das Gebiet kann dabei über die Geofencing-Methode abgesteckt werden. Auch bei den Custom Stories gilt die bekannte Story-Regel von Snapchat: Nach 24 Stunden verschwinden die Inhalte ungefragt aus der App und sind, wenn man sie vorher nicht gespeichert hat, nicht mehr abrufbar.

 

Adobe Summit 2017 in London: Neue (Ein-)Sichten des Marketings

Alle Speaker der Konferenz, ob von T-Mobile, Coca Cola oder Adobe, hatten eine gemeinsame Botschaft für die Advertiser dabei: Die Nutzer bestimmen heute das Marketing.

„Lets make a commitment: Make experience our business“

Diese Aufforderung von Brad Rencher, EVP und GM Digital Marketing bei Adobe, fasst die Botschaft der gesamten Konferenz wunderbar zusammen: Das Marketing muss sich verändern. Die aktive Einbindung der Nutzer wird in Zukunft – mehr als je zuvor – den Erfolg von (digitalen) Marketing-Maßnahmen bestimmen. Auch 90 Prozent der Führungskräfte stimmen zu, dass die Customer Experience das wichtigste Thema innerhalb jedes Unternehmens sein sollte.

Die Customer Experience

Eine offene, respektvolle Kommunikationskultur ist die Grundlage für eine positive Customer Experience. Damit dieser Wandel in den Köpfen gelingt, brauchen die Unternehmen Daten und das Werkzeug, um diese auszuwerten. Auf der Summit in London kommt man hierfür am Beispiel der Münchner Autobauer BMW – als aktueller Vorreiter auf diesem Gebiet – nicht vorbei. 50 Prozent des Venture Capital gehen aktuell in den Bereich Mobilität, denn das Auto ist das größte Kunden-Device, das dennoch nicht sonderlich auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten ist. Sowohl die Fortschritte des autonomen Fahrens, als auch der Auto-Kauf an sich, haben sich in den letzten Jahren drastisch verändert – hier hat BMW reagiert und alle Websites standardisiert, um dem Nutzer im Web einen umfangreichen Gestaltungs-Baukasten für das Wunschauto zur Verfügung zu stellen. Der Umsatz von onlinekonfigurierten Autos ist 20 Prozent höher als im stationären Geschäft – der Einsatz scheint sich gelohnt zu haben und wird sich auch in Zukunft rechnen.

Die neue Unternehmenskultur

Möglich wird ein stärkerer Fokus auf die Kundenerlebnisse auch durch die passenden Tools. Hier hat Adobe unter anderem mit der hauseigenen „Experience Cloud“ und der „Creative Cloud“ Werkzeuge präsentiert, die für eine bessere Customer Experience sinnvoll sein können. Die Anwendungen sind benutzerfreundlich und ermöglichen es beispielsweise sogar TV-Werbung programmatisch auszuspielen. Zum Einsatz kommen die Dienste beispielsweise bei T-Mobile in den USA.

„We are about the customer“

So lautet das Motto des Telekommunikationskonzerns. Anstelle von Warteschleifen und Jazz-Musik setzt T-Mobile in den USA aktiv auf Offenheit und Transparenz gegenüber dem Nutzer. Von jedem Geschäftsführer gibt es frei einsehbare Kontaktdaten und die Kommunikation findet über Messenger wie Facebook statt. Die Zahlen sprechen für sich: In fünf Jahren wuchs die Kundenzahl von 33 auf 72,6 Millionen Nutzer. Die Anzahl der Bestellungen über das Internet haben dank Personalisierung und besserer Customer Experience um 485 Prozent zugenommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *
Hinweise zur Verarbeitung und Speicherung der Formulardaten entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.