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This Is How We Do It

Es gibt diverse, cloudbasierte Projektmanagement-Tools, der Markt ist inzwischen sehr unübersichtlich geworden. Die Tools kommen von etablierten Herstellern und in jüngster Zeit häufig von Start-ups, die neue Lösungen für die Kommunikation bei Projekten definieren wollen. Wir präsentieren einige der Programme für das Projektmanagement und berichten von unseren Erfahrungen.

Projektmanagement-Tools: kein Marktführer in Sicht

In vielen anderen Softwarebereichen haben sich im letzten Jahrzehnt klare Marktführer herauskristallisiert. Bei der Bildbearbeitung wäre das Photoshop, bei den Content-Management-Systemen setzt eine klare Mehrheit der Anwender auf WordPress. CRM-Systeme (Kundenmanagement) werden durch die Vorgaben von Salesforce definiert, Office-Programme eignen sich am ehesten vom Marktführer Microsoft.

Das Projektmanagement kennt so eine Marktführerschaft Anfang 2017 noch nicht, obwohl Programme wie Microsoft Project, Basecamp, Jira oder HQlabs millionenfach eingesetzt werden. Allerdings weisen auch diese Top-Anbieter beileibe nicht die Marktanteile von WordPress, Photoshop oder Salesforce auf. Das lässt sich begründen und ist nicht ein Single-Phänomen des Projektmanagements, bei ERP-Systemen stellt sich zum Beispiel der Markt ähnlich dar. Es liegt daran, dass die Teams mit diesen Programmen vollkommen individuell arbeiten und daher auch die Programme höchst individuell beschaffen sind und gleichermaßen nachgefragt werden. Es ist deshalb gegenwärtig nur schwer vorstellbar (wenngleich nicht ausgeschlossen), dass es in absehbarer Zeit eine universelle Projektmanagement-Lösung geben wird. Wir stellen daher acht cloudbasierte Projektmanagement-Tools vor, mit denen wir teilweise schon sehr gute Erfahrungen sammeln konnten.

8 Projektmanagement-Tools

Microsoft Project wurde schon 1984 für MS-DOS entwickelt und steht inzwischen als Cloud-Software zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt primär auf der Projektplanung, das Tool ist für MS-Anwender sehr leicht zu nutzen.

Basecamp führte seit dem ersten Release 2004 zu einer Renaissance des Projektmanagements und kann mindestens 15 Millionen User vorweisen. Die Lösung des Chicagoer SaaS-Anbieters 37Signals ist stark kommunikationsorientiert und legt den Fokus auf Key-Features. Wir haben durchweg positive Erfahrungen mit Basecamp gemacht. Auf der übersichtlich gestalteten Startseite konnte man auf einen Blick alle Projekte, Dokumente und Nachrichten finden – less chaos, more calm.

Jira wurde für Entwickler konzipiert und ist bei diesen äußerst beliebt – auch bei unseren!! Die umfangreiche Plattform der australischen Softwareschmiede Atlassian bringt 150 Features mit und deckt damit die wichtigen Aspekte des Projektmanagements komplett ab. Eine Erweiterung, die wir als besonders hilfreich erachten, ist das Erstellen eines Ticket-Systems für Kunden. In einem für unsere Kunden angelegten Portal, können diese To Do’s hinterlegen, welche wir dann einfach abarbeiten können. Jira ist breit einsetzbar und komplett frei konfigurierbar. Wir konnten so sämtliche Prozesse selbst einstellen und individuelle Zuständigkeiten festlegen. Wer hat wann Änderungen vorgenommen und welcher Teil des Codes ist betroffen –  vor allem die Kleinteiligkeit der Projekte schätzen wir hier im LABOR sehr.

HQlabs punktet mit aussagekräftigen Projektcontrollings, einer erstklassigen Budgetplanung, übersichtlichen Erfolgsauswertungen und flexiblen Verrechnungssätzen. Es erlaubt auch die grafische (Multi-)Projektplanung und bietet flexible Projektvorlagen. Nach Basecamp sind wir auf HQlabs umgestiegen. Wir haben ein einheitliches Tool für unsere Agentur gesucht, welches Projektmanagement, Controlling, Zeiterfassung, CRM und die Abrechnung vereint. Hier und da gibt es Verbesserungspotential – ein Tool, welches so viele Elemente vereint, kann wohl nicht in allen Teilbereichen perfekt sein. Im Großen und Ganzen sind wir aber sehr zufrieden und würden das Programm als Komplettlösung weiterempfehlen.

Wrike ist eine anspruchsvolle Lösung mit umfangreichem Feature-Set, vielen Integrationsmöglichkeiten und einem Mobile-Support. Die modular aufgebaute Applikation ermöglicht das Task-Management, eine gemeinsame Dokumentenverwaltung, Activity-Streams, Gantt-Charts und auch eine Zeiterfassung.

Projectplace war Vorreiter bei den browserbasierten PM-Lösungen. Die Software kommt vom gleichnamigen schwedischen Anbieter und wurde 1998 erstmals veröffentlicht. Die stetigen Weiterentwicklungen führten zum gegenwärtigen modernen Flat-Design.

Copper Project konkurriert direkt mit Wrike und überzeugt besonders durch das interaktive Gantt-Diagramm. Deadlines und Aufgaben lassen sich höchst komfortabel per Drag&Drop editieren, bestechend wirken die detaillierten Projekt- und Arbeitszeitberichte.

OnePoint Projects kommt aus Österreich und richtet sich mit seinen Portfolio-Management-Features vorrangig an etwas größere KMU und an Profis des Sektors. Die Tools sind an IPMA-Standards ausgerichtet, also den Vorgaben der International-Project Management Association.

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